7 Tipps zum Eselwandern mit Kindern    

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Outdooraktivitäten liegen im Trend. Ein familienverträgliches Konzept ist Eselwandern oder Eseltrekking. Dabei trägt während einer Wanderung ein Esel das Gepäck und/oder ein Kind, die Eltern und ältere Kinder gehen nebenher. Eine Tages- oder Mehrtageswanderung mit einem Esel kann ein großes Vergnügen für Kinder und Eltern sein, wenn einige Punkte bei der Planung und während der Wanderung beachtet werden.

Eseltrekking: Der Esel trägt Gepäck und/oder Kind

  1. Region und Route
    Eselwandern ist in vielen Ländern Europas möglich. Entscheidend für die Auswahl einer geeigneten Region sind das eigene Interesse, die Fitness, das Klima und die Möglichkeiten für Übernachtungen. Wer eine geführte Tour macht, kann sich auf erprobte und gut ausgearbeitete Routen verlassen. Doch auch eine eigene Routenwahl ist mit etwas Vorbereitung möglich.
  2. Die Wahl der Etappen
    Die Etappen sollten eine Länge von vier bis maximal sechs Stunden reiner Gehzeit nicht überschreiten. Die Länge der Etappen ist unbedingt auf das Alter der Kinder abzustimmen. Für die Planung ist Kartenmaterial im Maßstab von 1:25.000 sinnvoll, um steile Passagen, Brücken oder Hängebrücken zu identifizieren, die ein Esel unter Umständen nicht gehen kann. Esel sind sehr trittsicher und bewegen sich in unwegsamem Gelände erstaunlich sicher, doch es gibt Grenzen. Nähere Auskunft über die Eigenheiten des Tieres kann der Eselverleiher geben.
  3. Einen Esel finden
    In verschiedenen Ländern gibt es Anbieter von Eselwanderungen. Besonders etabliert ist es in Frankreich, wo es von den Pyrenäen bis zu den Alpen, von der Normandie bis ans Mittelmehr zahlreiche Mietmöglichkeiten gibt. Wie lange und für welche Routen kann man ein Tier mieten? Wie wird das Tier versorgt? Ist der Esel kinderlieb, bzw. ist er an Kinder gewöhnt? Kann die Wanderung im Notfall problemlos abgebrochen werden? Wie wird der Esel versorgt? Das sind Fragen, die an einen Verleiher gestellt werden sollten. Für Wanderungen mit Kindern empfehlen sich Esel, da sie – im Gegensatz zu Maultieren – ein gemächlicheres Tempo gehen.
  4. Das Alter der Kinder
    Die Art und Länge der Eselwanderung hängt unter anderem vom Alter der Kinder ab, die mitreisen. Soll ein Kind nur ausnahmsweise auf dem Esel reiten und ansonsten laufen? Dann sollte das Kind mindestens sechs Jahre alt sein. Man sagt, ein Kind kann das eineinhalbfache seines Alters in Kilometer laufen. Ein 6-jähriges Kind also bis etwa neun Kilometer. Kleinere Kinder entsprechend weniger. Geführtes Reiten auf einem Esel ist ab etwa drei Jahren möglich, sofern das Kind keine Angst hat.
  5. Die Wegführung
    Damit die Wanderung den Eltern und den Kindern Spaß macht, sollten ausreichend und lange Pausen eingeplant werden. Nach etwa zwei Stunden gehen oder reiten brauchen Kinder eine Pause. Diese sollte mindestens eine Stunde lang sein und Möglichkeiten zum Spielen oder Baden bieten.
  6. Die Ausrüstung
    Sehr wichtig ist für eine Wanderung festes und gut passendes Schuhwerk mit Profilsohle. Auch Kinder sollten spezielle Bergschuhe tragen, die den Knöchel schützen. Beim Reiten empfiehlt sich unbedingt ein Fahrrad- oder Reiterhelm. Er schützt, wenn das Kind vom Esel fallen sollte, aber viel häufiger vor tief hängenden Ästen. Ebenso sollte das reitende Kind Handschuhe, z.B. Fahrradhandschuhe tragen, um die Hände beim Festhalten zu schonen. An Kleidung empfiehlt sich schnell trocknende Funktionskleidung, Sonnen- und Regenschutz. Geeignete Packtaschen werden entweder vom Eselvermieter gestellt oder selbst besorgt. Sie sollten wasserdicht und robust sein und feste Griffe zur Befestigung am Gepäckträger des Esels haben.
  7. Proviant für Mensch und Tier
    Für eine längere Wanderung sind eine ausreichende Brotzeit und vor allem genügend Getränke sehr wichtig. Nicht immer gibt es Brunnen, aus denen bedenkenlos getrunken werden kann.
    Ein Esel kann sich in der Natur gut versorgen und weiß auch, was er fressen kann. Dennoch ist es ratsam, eine Notration an Eselfutter, bestehend aus Kraftfutter, Haferflocken oder Karotten, mitzuführen. Esel fressen übrigens gerne Melonenschalen.

Eine Wanderung mit Esel bietet die Möglichkeit, die Natur und Umgebung intensiv wahrzunehmen, zu entschleunigen und die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen, ohne schweres Gepäck tragen zu müssen.


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